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Der LEKI Traveller im Test

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Mittlerweile durfte ich schon über 40 verschiedene Nordic Walking-Stöcke testen, aber selten war ich so gespannt wie dieses Mal. Es werden hier zwei Interessen vereint und zu einem Gesamtkonzept kombiniert. Aber würde das auch in der Praxis funktionieren ?
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Die Wanderfreunde bevorzugen Wanderstöcke, die man sehr klein machen kann zum einfachen Verstauen und so hat sich ein Stockprinzip mit zweifacher Höhenverstellung und verschiedenen typischen Wandergriffen entwickelt. Bei normalen Wandertouren kommen die Vorteile kaum zur Geltung. Erst wenn man anfängt, Steige und andere schwierige Pfade zu gehen, sind sie in ihrem Element. Man nutzt sie vorwiegend, um mehr halt im Gelände zu bekommen, sich abzustützen, aufrechter zu laufen bei schwerem Gepäck oder sich auf Bergtouren etwas vorwärts zu schieben.
Beim Traveller hat man nun den Shark-Griff auf einen solchen zweifach verstellbaren Stock aufgesetzt und verbindet so die Vorzüge des Nordic Walkings mit Wanderstöcken. Dies passt auch ideal zu Nordic Wandern, denn hier soll man seine Wandertouren auf gesunde Art unterstützen und da eignen sich diese Stöcke besonders gut. Bisher hat man bei normalen Strecken die Stöcke weggepackt, was beim Traveller nicht nötig ist. Mit der Nordic Walking-Schlaufe kann man nun ganz bequem die gesunden Vorteile nutzen.
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- Das Öffnen und Schließen der Hände vermeidet die geschwollenen Hände (Wanderhände).
- Man bewegt zusätzlich den Oberkörper und unterstützt so die Beinarbeit.
- Man läuft aufrechter, was gesünder für den Rücken ist.
- Die Gesamtbewegung ist ein zusätzlicher Trainingseffekt.
- Es entspannt die Rückenmuskulatur insbesondere mit schwerem Gepäck.
- Dazu kommen die vielen positiven gesunden Effekte für Cardio, Abnehmen und sanften Muskelaufbau.
Der Test erfolgte in einem Waldgebiet bei Erfurt, einem ehemaligem Truppenübungsplatz, auf dem sich nun viele Aktive tummeln und ihre Runden zu Fuß oder auf dem Rad absolvieren. Zuerst nahmen wir einmal das Shark-System unter die Lupe. Hier wurde ein Keil in den Griff integriert und mit einem Verschluss versehen. Daher haben nun die Handgelenksschlaufen keinen der bekannten Triggerstifte, sondern einen kleinen Ring, den man ganz einfach über den Keil in der Verankerung platziert. Da ich auch das Triggersystem gut kenne, kann ich hier im Vergleich sagen, dass mir das Shark-System etwas besser gefällt, da man noch einfacher die Verbindung zum Griff herstellen kann und er sehr gut beim Öffnen der Hände zwischen Daumen und Zeigefinger liegt. Das kommt von dem extrem geringen Abstand zwischen Hand und Griff durch die kleine Schlaufe. Vorteil des Trigger wäre, dass man mit einer Hand die Schlaufe auch vom Griff bekommt. Dieser ist eine Mischung aus Plastik mit Kork-Inlay und liegt sehr gut in der Hand.
Der Schaft mit Zweifach-Verstellung.
Dieser wird aus einer Mischung von Carbon und Aluminium gefertigt, was ihn leicht und robust macht. Reines Carbon könnte beim Festdrehen splittern. Das wichtigste Element sitzt aber unsichtbar im Inneren der Stöcke, der Dübel. Dieser spreizt sich beim Zusammendrehen leicht und sorgt für genügend Halt, auch wenn es mal brenzlig wird und man sich auf seinen Stock verlassen muss. Es ist nicht zuletzt das wichtigste Kriterium, denn niemand will, dass durch einen gebrochenen Dübel der Stock beim Aufstützen zusammenfährt und man im ungünstigsten Fall stürzt. Im Test wurden die Stöcke handfest angezogen und bereits hier war es kaum möglich den Stock zusammenfahren zu lassen, selbst mit hohem Druck nur ganz langsam. Richtig fest angezogen war selbst dies nicht mehr möglich.
Ein weiteres Kriterium sind die Schwingungen unterwegs. Für mich sind 115 cm die Laufgröße, die ich auch beim Test genommen habe, wobei die Spanne von 90 cm bis 130 cm geht und somit auch als Kinderstock genutzt werden könnte. Während meiner Touren schiebe ich sehr stark und da neigen besonders die preiswerten Carbonstöcke dazu nachzuschwingen, was sehr unangenehm ist. Der LEKI Traveller ist trotz seiner Zweifach-Verstellung extrem steif und schwingt nur minimal nach, sodass man mit diesen unterwegs keine Probleme hat und seine Touren genießen kann.
Eine Kleinigkeit fiel dann doch noch auf. Will man den Stock zusammen- oder auseinanderschieben, kann die Luft im oberen Teil nicht richtig entweichen, wodurch sich Über-, bzw. Unterdruck bildet. Dieser gleicht sich dann aber nach und nach aus und fällt auch nur auf, wenn man große Änderungen in der Länge vornimmt.
Die Spitze.

Diese hat sich seit Jahren bewährt und wird so oder so ähnlich auch bei anderen Herstellern eingesetzt. Der besonders harte Widea-Stahl ist extrem langlebig und gewährt daher auch lang den nötigen Halt. Hat man sehr feste Wege, neigt der Stock bei sehr starkem Einsatz dazu, nach hinten wegzurutschen, was allerdings durch den flachen Nordic Walking-Winkel kommt. Dieser Kompromiss ist aber akzeptabel, denn die Funktion ist hier eindeutig wichtiger und da ist mir eine Trekkingspitze lieber.
Fazit:
Wenn es einen Stock-Award 2009 gäbe, er wäre wohl mein Favorit, vor allem in der Kategorie "Innovativ". Die Wanderer, die mehrere Tage unterwegs sind, profitieren von beiden Vorteilen und haben dennoch Stöcke, die leicht und gut unterzubringen sind. Damit hat man der Idee "Gesund Wandern", was ja auch der Ursprung von Nordic Wandern war, den passenden Stock gegeben und in einer Zeit, in der Trekking und Gesundheit boomt, ein sinnvolles Produkt geschaffen.
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