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Wenn Goliath gegen David zu Felde zieht.
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Die Auswüchse von Markenrecht sind zuweilen schon merkwürdig, ein besonderer Fall in der Vergangenheit war "Kinder" als Wortmarke und man zog bis zur EU um sein "Recht" zu bekommen und verlor. Nun ein neuer Fall der eindrucksvoll zeigt wie Markenrechtswahnsinn zu einem Boomerang werden kann. Es muss schon komisch sein wenn man plötzlich ein Brief von einer Rechtsanwaltskanzlei kommt und man für 1000€ mitgeteilt bekommt das man Pfoten als Applikation nicht nutzen darf. Wie muss es dann sein, wenn man auch noch eine Unterlassungserklärung unterschreiben soll, da sonst Strafen von bis zu 10.000 € zu erwarten sind.
Dabei reden wir hier nicht von Pfoten die wie das Originallogo aussehen in schwarz / gelb, sondern eben wie Pfoten wie man sie auch malen würde. Ballen und 3 Tatzen, nix besonderes mag man meinen und eigentlich hört sich das nach allgemeinen Layout an, aber das sieht Jack Wolfskin ganz anders. Es könne zu Verwechslungen kommen und so die Marke verwässern. Eigentlich mutet das wie ein schlechter Scherz an, dass man sowas überhaupt so allgemein schützen kann, würde es doch heissen, dass man im Heimatkundeunterricht nun auf Bilder mit Pfoten von Tieren verzichten muss die so irgendwie nach Jack Wolfskin aussehen. Als nächstes werden wir dann Tiere abmahnen und drohen ihnen das Fell über die Ohren zu ziehen, wenn sie die Fußabdrücke im Wald nicht unterlassen. Ist es nun verwerflich sein Recht einzuklagen wenn man etwas schützen kann, darf und gemacht hat? Nein. Dennoch ist es ein fader Beigeschmack wenn man sein Recht auf diese Weise nutzt. Es hätte auch ein einfaches Telefonat im Vorfeld Klärung gebracht, denn es geht ja nicht darum das man das Logo 1:1 nimmt, sondern eben nur eine Pfotenapplikation. Und so wird diese Aktion zu einer Demonstration wie gut die Informationskette im Internet funktioniert und wie innerhalb von Stunden diese News die Runde machte und bereits einen Tag später im Spiegel stand. Ein erster Blogeintrag reichte und nur wenig später tauchte dies in ersten Foren auf und es folgten weitere Blogs. Dabei ist eines gleich, das Unverständnis warum man gleich mit Kanonenkugeln auf Spatzen schiesst. Und so redet man häufig von Boykott der Marke, das es nur mittlere Qualität zu hohem Preis sei oder eigentlich keine Outdoor Marke ist. Alles Attribute mit denen ein Hersteller eigentlich nicht verglichen werden möchte. Da hilft auch nicht die Pressemitteilung von Jack Wolfskin, wo man seine Schritte begründet um eine Verwässerung der Marke vorzubeugen. Gegen den Sturm der Entrüstung wird wohl kaum etwas helfen.
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