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Goethewanderweg

Eine Liason aus Kultur und einem sehr gelungenen Wanderweg bildet der Goethewanderweg, der nun als Prädikatsweg "Wanderbares Deutschland" ausgezeichnet wurde. Die abwechslungsreiche Strecke führt Sie auf Goethes Spuren durch eine traumhafte und wildromantische Natur. Schöne Aussichten, frische Luft, unberührte Natur und das thüringer Flair sind ein El Dorado für Wanderfreunde.

 

Der Goethewanderweg von Ilmenau nach Stützerbach


Streckenlänge 20 km
Tour Streckenwanderweg
Schwierigkeitsgrad Mittel bis schwer
Etappen 1
Besonderes Kickelhahn, Biosphärenreservat mit dem Knöpfelstaler Teich
Sonstiges Sehr gute Busverbindung zurück zum Start

 

Der Goethewanderweg


Der Wanderweg verbindet Wohn- und Wirkungsstätten Goethes, die Eingang in sein künstlerisches Schaffen fanden. In der Jagdhütte auf dem Kickelhahn (861 m ) schrieb er am 6.8.1780 eines seiner bekanntesten Gedichte („Wandrers Nachtlied" Über allen Gipfeln ist Ruh...). Der Goethewanderweg wurde 1970 auf Anregung von Ilmenauer Goethefreunden, von der Nationalen Forschungs- und Gedenkstätten der klassischen deutschen Literatur in Weimar angelegt. Er ist mit einem „G" gekennzeichnet.


Strecke:

  • Ilmenau / Amtshaus
  • Ilmenau / Zechenhaus
  • Mittlerer Berggraben
  • Schwalbenstein
  • Schöffenhaus
  • Emmastein
  • Manebach
  • Goethehäuschen am Kickelhahn
  • Jagdhaus Gabelbach
  • Finsteres Loch
  • Auerhahn
  • Stützerbach Goethehaus

 

 

 

 
 


"Wandrers Nachtlied"

Über allen Gipfeln
Ist Ruh,
In allen Wipfeln
Spürest du
Kaum einen Hauch;
Die Vöglein schweigen im Walde.
Warte nur, balde
Ruhest du auch.

Geschichtliches zu Stützerbach:

Die ersten Spuren von Stützerbach findet man schon im Jahre 1365. Es ist eine kleine Siedlung, eine "Herberge mit Stall und Kapelle an der Handelsstraße", die vom Syfried dem Einsiedler für die Handelsleute gebaut wurde. Erste schriftliche Beweise für die Besiedlung vom ursprünglichen "Stoetzerbach"- einer Schneidemühle stammen aus dem Jahre 1506. Damals siedelten sich rings um die "Viehöfe" Bergleute, Holzfäller, Harzscharer, Kienrußbrenner, Fuhrleute und Hirten an. Unter der Herrschaft der Henneberger wurde im Jahre 1660 die Teilung von Stützerbach vollzogen und fiel in weimarischen (Gebiet der Ernestiner) und preussischen (kursächsisches Gebiet) Besitz. Die Grenze verlief längs des Baches Lengwitz.
Das eigentliche Dorf entstand erst mit dem Bau einer Glashütte im Jahre 1647/1656, deren Tradition bis zum heutigem Tag fortgesetzt wird. 1670 bekam die weimarische Seite das fürstliche Privileg auch eine Glashütte zu errichten.
In beiden Teilen wurden später Kirchen gebaut, getrennte Friedhöfe angelegt, die heute noch zu besichtigen sind.


Das Dorf wuchs in der malerischen Landschaft der wunderschönen Wälder, die schon zu damaliger Zeit viele Besucher und Wanderer in ihren Bann gezogen hat.

Auch Johann Wolfgang von Goethe blieb von ihrer Schönheit nicht unberührt. Er kam im Jahre 1776 das erste Mal nach Stützerbach und kehrte von da an 12 Mal hierher zurück. Wie stark ihn die Pracht der Natur beeindruckt hatte, fasste er in den Worten des nachfolgenden Gedichtes zusammen, das auch zu den Meisterstücken der Weltliteratur gehört:

 

 

 

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