Blasen an den Füßen verhinden
Wohl das Unangenehmste was bei einer Wandertour passieren kann ist eine Blase. Diese entstehen durch Reibung zwischen der Haut und dem Schuh, wobei die Strümpfe als zusätzlicher Reibefaktor dienen. Da die Entstehung einer Blase länger dauert, könnt ihr frühzeitig etwas dagegen tun. Besonders beliebt sind Blasenpflaster oder Salbe. Aber soweit muss es ja nicht kommen. Besonders bei längeren Touren empfiehlt es sich gut eingelaufene Schuhe zu nutzen. Die haben sich bereits auf den Fuss angepasst und reiben normalerweise nicht mehr. Besonders gute Wanderschuhe haben an kritischen Stellen eine Polsterung bzw. spezielle Stoffe, sollten aber dennoch eingelaufen werden.

Der richtige Schuh
Seine Passform muss zu den Füßen passen. Besonders bei einem breiten Vorderfuß dürfen keine Druckstellen zu spüren sein. Nutzt beim anprobieren ruhig ein paar dickere Strümpfe ( Tennissocken ) und schnürt die Schuhe gut zu. Lauft ein paar Meter und wenn dann nichts drückt, ihr nicht im Schuh wackeln könnt ist er gut. Dazu gehören auch die Innennähte. Selbst kleinste Stellen können zu Blasen führen und daher gut auf dieses wesentliche Merkmal achten.
Fersenschlupf. Dabei rutscht ihr ganz leicht aus dem Schuh und meistens sind das nur Millimeter. Aber genau diese führen zu den Fersenblasen und machen das Wandern zur Hölle. Der beste Schutz ist die Schnürung anzupassen. Der Fuß muss wirklich perfekt im Schuh sitzen. Nutzt dazu auch die Tiefzugösen.
Oft vergessen wird das bergab Wandern. Wenn ihr mit dem Fuß nicht richtig sitzt, rutsch er bei jedem Schritt ein paar Millimeter nach vor und das ist Reibung. Durch eine feste ( nicht zu fest ) Schnürung kann man die Passform etwas anpassen. Wenn das Problem dennoch bleibt könnt ihr andere Einlegesohlen probieren. Die vom Orthopäden sind zwar teurer, aber meist auch wesentlich besser als Standartmodelle.
Erst einlaufen, dann kann es losgehen. In der Einlaufphase passt sich der Schuh dem Fuß an. Lauft ein paar Tage kleinere Strecken bevor ihr auf eine große Tour geht.
Strümpfe
Die alte Regel, nur getragene Strümpfe anziehen gilt immer noch. Aber nehmt bloß keine Baumwoll- oder Tennissocken. Es gibt dafür richtige Wanderstrümpfe. Diese sind zwar teuer, aber aus hochfunktionellen Stoffen um keine Falten zu werfen. Eine Falte würde zwangsläufig zu Blasen führen. Außerdem sind diese an wichtigen Stellen verstärkt. Die Firma X-Socks bietet mittlerweile auch spezielle Strümpfe mit Nylon im inneren an. Das reibt nicht auf der Haut und bildet einen Puffer.
Evtl. wechselt unterwegs die Strümpfe nochmal wenn diese zu feucht sind. Mittlerweile sind die Schuhe zwar atmungsaktiv und Strümpfe transportieren Nässe gut ab, aber für den Fall der Fälle wechseln und die getragen an den Rucksack zum trocknen hängen.
Nässe vermeiden
Der Fuß schwitzt und wie schon geschrieben, sollten entsprechende Schuhe und Strümpfe gekauft werden. Wird es innen dennoch zu feucht, kann man die Strümpfe wechseln oder mal eine kleine Pause einlegen und Schuhe / Strümpfe ausziehen. Da beides schnell trocknet, sicherlich auch sehr sinnvoll.
Aber auch Wasser kann in den Schuh eindringen. Dazu sollte man seine Schuhe gut mit Lederfett / Imprägnierspray behandeln. Es kann natürlich auch oben in den Schaft laufen, zB wenn man kurze Hosen anhat und ein Regenschauer kommt. Hier dann ruhig lange anziehen und evtl. durch ein Stretchband zusätzlich abdichten.
Hitze vermeiden
Ein sehr unterschätztes Thema. Hitze verursacht gleich 2 unangenehme Effekte. Wird die Hauttemperatur zu hoch bekommt ihr schneller Blasen. Wanderschuhe sind auf Atmungsaktivität ausgelegt und sorgen für ein besseres Innenklima. Das reicht aber nicht immer. Auch hier kann eine kleine Pause wunder wirken. Einfach die Schuhe ausziehen.
Aber die Füße schwellen bei Wärme auch an und vergrößern ihr Volumen. Da hilft nur neu schnüren. Aber beachtet auch den Fersenschlupf.
Cremes
Auch das gibt es. Fußcremes. Damit den ganzen Fuß einschmieren und besonders an den gefährlichen Stellen dick auftragen.
Zu spät. Es ist doch passiert
Ist die Blase noch geschlossen nicht aufstechen (aufstechen kommt später). Die obere intakte Haut und das Wasser / Blut darunter sind eine guter Infektionsschutz.
1. Druck auf die Blase vermindern. Ihr könnte die Schnürung lockern, andere Schuhe anziehen, Strümpfe ausziehen / wechseln oder Schuhe eine Weile ausziehen.
2. Blasenpflaster decken die Blase ab und haben im inneren eine Art Gelkern. Der entwässert die Blase ohne die Haut zu beschädigen und bildet ein Gelkissen das schützend wirkt.
Sehr große Blasen
Vorsichtig aufstechen und dabei die Haut so wenig wie möglich beschädigen. Macht dazu 2 kleine Löcher mit einer Nadel und drückt das Wasser heraus. Die Haut legt sich auf die gereizte Stelle und wirkt als leichter Schutz. Achtet bei der AKtion auf Sauberkeit. Danach mit Pflaster und Tape ordentlich abkleben.
Offene Blasen
Versucht diese zuerst zu reinigen. Sollten sich Reste der Haut noch dort befinden, legt sie auf die Wunde stelle. Danach mit Blasenpflaster / Tape abkleben.
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