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Barnimer Land
Eine ländliche Idylle so weit das Auge reicht. Am Wegesrand werden Ihnen tiefe klare Seen begegnen, alte Gutshäuser, dichte Wälder und faszinierende Türme aus längst vergangenen, mittelalterlichen Zeiten. Wandeln Sie auf historischen Pfaden, eins mit der Natur. Beschauliche Orte laden zudem ein, etwas genauer hinzuschauen. Doch nicht nur romantische Spaziergänge bereichern den Tag, das Naturschutzgebiet Gamengrund lädt zu einer abwechslungsreichen Wanderung durch die Barnimer Feldmark ein.
Die beiden größten Landschaftsschutzgebiete im Barnimer Land sind der Naturpark Barnim wie auch das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin. Sanfte Hügellandschaften reihen sich aneinander, wald- und seenreich. Im Herzen des Naturpark Barnim liegen das Biesenthaler Becken und das Wandlitzer Seenareal. Ummantelt von Havelniederung, Eberswalder Urstromtal und Westbarnim nimmt das Schutzgebiet eine Fläche von 750 km2 ein. Der bei den Berlinern so beliebte Liepnitzsee gehört zu den saubersten Seen in Brandenburg. Seine leuchtende hellgrüne Farbe löst beim ersten Anblick pure Sprachlosigkeit aus. In seiner Mitte befindet sich eine kleine Insel mit Campingplatz. Ab Berlin verkehrt täglich die Eisenbahnstrecke Heidekrautbahn, sie bringt erholungsbedürftige Besucher direkt ab Berlin-Karow bis Schönwalde ins Barnimer Land. Im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin, dem größten einheitlichen Waldgebiet Deutschlands befindet sich der Werbellinsee, einer der schönsten Seen im Land Brandenburg. Bereits zu Kaisers Zeiten ein Jagdgebiet, ist die Schorfheide rund um Joachimsthal auch heute des Jägers gern gesehenes Revier um Rehe oder Damwild zu schießen.
Zum Barnimer Land gehören neben einer eindrucksvollen Naturlandschaft auch Ortschaften mit historischer Geschichte. Die Stadtmauer von Bernau bei Berlin überdauerte bis heute den Zerfall. In Bernau findet jährlich am zweiten Juniwochenende die Feier des erfolgreichen Widerstandes gegen die Hussiten im Jahr 1432 statt. Ihrer Stadtmauer, die den gesamten Altstadtkern umschließt, verdankt Bernau diesen Erfolg. Das Hussitenfest wird mit historischem Festumzug und geschichtsträchtigen Ritterspielen begangen. Bernaus Wahrzeichen, das Steintor, ist heute ein Museum.
Eberswalde ist ebenfalls Teil des Barnimer Landes. Kur- und Badeort sowie ein Standort alter preußischer Industrie, erkennbar bis heute an den Namen der Stadtteile Kupferhammer, Eisenspalterei und Messingwerk. Im Jahre 1832 wurde in Eberswalde auch kulinarische Geschichte geschrieben. Der Spritzkuchen wurde erfunden, ein fluffiges Süßgebäck. Neben dem Forstbotanischen Garten, der zu einem ausgiebigen Spaziergang einlädt, ist die im Jahre 1250 geweihte Maria-Magdalenen-Kirche überaus sehenswert. Die dreischiffige Basilika ist eine der Mark Brandenburg bedeutungsvollsten Gotteshäuser. Zur Region Britz-Chorin-Oderberg gehören neben den genannten Orten die Gemeinden Hohenfinow, Parsteinsee, Liepe, Lunow-Stolzenhagen und Niederfinow auch dem Barnimer Land an. In Niederfinow befindet sich ein beeindruckendes Schiffshebewerk. Neben einer reichen Kulturgeschichte schmücken viele schöne Seen, dichte Wälder und sanfte Hügel die Gegend um die beschaulichen Orte. Klassische Konzerte im Choriner Musiksommer oder die Erkundung des alten Zisterzienserklosters Chorin, es gibt viel zu erleben und genießen. Begleitet durch die „Alte Oder“ ist zudem die Stadt Oderberg, gelegen am Rand des Oderbruchs, eine entzückende Idylle aus Wasser und Wäldern. Das Barnimer Land wird vom Finowkanal, einer Binnenwasserstraße durchzogen, 400 Jahre alt und 32 km lang. Betrieben per Hand von 12 Schleusen. Der Finowkanal ist Deutschlands älteste, künstlich angelegte, befahrbare Wasserstraße.
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